FerroDECONT – Automatisierung 5.0: Zero Waste-Abwasseraufbereitung

Wer nach dem Zero Waste-Prinzip strebt, vermeidet Abfälle und recycelt alte Produkte oder Schadstoffe weiter, um den Umwelteinfluss zu minimieren. Diesem Credo folgend, entwickelten DI Peter Müller und Robert Mischitz ein Verfahren, das Schadstoffe aus Abwässern ausscheidet und zu Wertstoffen reaktiviert. Die weitreichende, respektive nachhaltige Automatisierung dieser patentierten Abwasseraufbereitungsanlage verantwortet das Team der Novotek Austria GmbH aus dem burgenländischen Großpetersdorf. Derart erfuhr par excellence das einstige Forschungsprojekt seinen industriell nutzbaren Durchbruch. Stetige Digitalisierungs- und KI-Maßnahmen vermögen bisherige Zero Waste-Applikationsgrenzen in naher Zukunft zu sprengen.

Unser Ziel besteht darin, giftige Abwässer ohne konventionelle chemische Einsätze abzureinigen, daraus isolierte Schwermetalle, wie z.B. Chrom oder Kupfer, zurückzugewinnen und diese als Wertstoffe zu regenerieren“, erläutert Peter Müller, das von ihm und Robert Mischitz entwickelte Abwasseraufbereitungsverfahren. Was vor etwa 20 Jahren für die beiden ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter an der Montanuniversität Leoben als Altlastensanierungsprojekt einer Lederfabrik begann und schlussendlich patentiert wurde, mündete 2013 als Spin-off Unternehmen der Montanuniversität in die heutige ferroDECONT GmbH. Mit ihrer aktuell fünfköpfigen Mannschaft werken die beiden Geschäftsführer Müller und Mischitz an ihrer Büroadresse in Leoben sowie am Standort Niklasdorf in ihrem Technikum mit Labor. Dieses verfügt über die nötige Infrastruktur für angewandte Forschung und Versuchsanlagen im Bereich der Abwasserbehandlung und Rückgewinnung von kritischen bzw. potenziell kritischen Rohstoffen.